Etymologie
"Bächtele", "Berchten" bedeutet "heischen, verkleidet umgehen und schmausen"; es weist hin auf "Perchta", eine altgermanische Dämonin, die zu Wotans (Odins) "Wildem Heer" gehört, mit diesem in den "Zwölf Nächten" oder "Rauhnächten", den dunkelsten des Jahres, ihr Unwesen treibt und in vielerlei Bräuchen wie z.B. dem Perchtenlauf nachahmend gebannt wird:
Schrecklich vermummte Gestalten toben durch die Nacht und müssen mit Gaben, die sie einfordern, besänftigt werden.
(Auch der bis vor kurzem allgemein lautstark und mit z.T. zerstörerischem Schabernack "gefeierte" Schulsilvester ist davon ein Abbild).
Zur Perchta und ihrem Weiterleben im Zopfbrot, den jüdischen "Berches" am Sabbat, vgl. bei "Advent - Gebildbrote".
Sogar Schweizer Lokale wissen mit "Berchtold" nichts mehr anzufangen und machen den Begriff kurzerhand zu "Berthold", so dass doch wieder ein "Heiliger" für die Schliessung verantwortlich gemacht werden kann ... (so gesehen in Dietikon am 2.1.2008).
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