Näheres dazu in Deutschland, Schweiz und Welt - nebst etymologischen Anmerkungen:

"Fasnacht" ist die in der Schweiz verbreitete - und etymologisch richtige - Schreib- und Sprachform für die ausgelassene Zeit bis unmittelbar zum Beginn der Fastenzeit, aber mit "Fasten" hat der Begriff nichts zu tun, denn er leitet sich ab von mittelhochdeutsch "vasnacht= faseln, Unsinn treiben", - eben z.B. vor Beginn der ernsten, verzichtreichen Passionszeit.

Die Meinung, "Fastnacht" (mit "t" in der Mitte) wäre eben die "Nacht vor dem Fasten", ist demgegenüber blosse Volks-Etymologie.

Diejenigen Schweizer Kantone, die der Reformation gefolgt waren - und den gregorianischen Kalender nicht mitgemacht haben! -, erleben den Höhepunkt und Abschluss ihres "Unsinn-Treibens" erst in den Tagen nach Aschermittwoch, - als Provokation und eben aus den historischen Kalender-Gründen.

Aber das hindert auch sie nicht, bereits zum Beginn des alten Advents-Fastens an St. Martin, also am 11.11. um 11:11 Uhr, mit der Fasnachts- und Karnevals-Saison zu beginnen: mit Guggenmusiken z.B.!
Kalender

Basel und Zürich sind nur die bekanntesten Beispiele.

In den (traditionellerweise) katholischen Kantonen dagegen, wie z.B. Luzern oder St.Gallen, ist "am Aschermittwoch alles vorbei", - beginnt aber ebenso bereits am 11.11. des Vorjahres.

Aber wie hält es das "gemischt-konfessionelle" Bündnerland,
und wie das ursprünglich so calvinistisch-strenge Genf?