(Links dazu finden sich unter dem Text).

St.Pierre Genf

(Revision vom März 2003; Aufnahme DTN (-> "Quellen").

Genf verbannte ebenso und mit den gleichen Argumenten wie Zwingli die Orgel aus dem Gottesdienst und den Kirchen; dort war nur einstimmiger, bei der Arbeit auch mehrstimmiger Gesang erlaubt ("Genfer Psalter"); - und ebenso wurde sie im 19. Jhd. wieder eingeführt.

Als Beispiel die Geschichte der Orgeln in der Genfer Kathedrale Saint-Pierre (nach G.Deuber im Schweizerischen Kunstführer von 2002):

1562 wurde die mittelalterliche Orgel beseitigt, - 1757 ein kleines Toggenburger Instrument auf die Empore der neuen Fassade gestellt; 1865 baute die Pariser Fa. Merklin eine romantisch-sinfonische Orgel ein, die bereits 1907 durch eine postromantische pneumatische des Genfer Orgelbauers Tschanun ersetzt wurde. - 1965 schuf die Dietiker Fa. Metzler (-> "Technik - Beispiel") wiederum eine neubarocke Schleifladenorgel (IV/67), zu der der dänische Orgelbauer Andersen Gehäuse und Prospekt lieferte - offenbar nicht zur reinen Freude der Kunsthistoriker, da er mit seiner "modernistische(n), um nicht zu sagen expressionistische(n) Architektur" die Fensterrosette der Westwand - teilweise - verdeckt.
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